Sehlicht versus Wuchslicht
Teil I: Wirkungen des Lichts auf Pflanzen

 

I. Lichtwirkungen II. Lichtbewertung III. Ergebnisse IV. Diskussion und Fazit
 
Die Wirkungen des Lichts auf Pflanzen lassen sich in vier Gruppen einteilen:

(1) Photomorphogenese:
Gestaltbildung (Morphose), hervorgerufen durch Lichteinwirkung. Als Beispiel sei der "End of Day Far Red Response" genannt. Dieser Effekt bewirkt eine Stengelstreckung durch eine am Ende der täglichen Beleuchtungsperiode gegeben Portion dunkelroten Lichts. Auslöser sind Steuerpigmente, bei Pflanzen hauptsächlich das reversible Phytochrom-Hellrot-Dunkelrot-System. Die Photomorphogenese ist abhängig von der spektralen Zusammensetzung des angebotenen Lichts.

(2): Photoperiodismus:
Gestaltbildung, hervorgerufen durch die täglichen Hell-Dunkel-Periode. Beispiele sind die Blüten- und Ausläuferbildung. Für diesen Effekt genügt bereits schwache Lichteinwirkung (Vollmondlicht). Entscheidend ist jedoch nicht die Dauer der Hellphase, sondern die Länge der täglichen Dunkelphase. Eine Unterbrechung der Lichtphase durch mehrere Stunden Dunkelheit hat keine Auswirkungen, wohl aber eine Unterbrechung der Dunkelphase schon durch wenige Minuten Licht. Der Photoperiodismus ist abhängig vom Rhythmus der Lichteinwirkung.

(3): Phototropismus:
Lageveränderung von Pflanzenteilen, hervorgerufen durch gerichtete Lichtreize ("Pflanzen wachsen zum Licht hin."). Ist abhängig von der Richtung der Lichteinwirkung.

(4): Photosynthese:
Assimilation, Aufbau organischer Moleküle aus anorganischen Stoffen durch Lichtenergie. Ist abhängig von der Stärke und spektralen Zusammensetzung des Lichts.

Folgende Abhandlung diskutiert ein Verfahren, die photosynthetische Wirksamkeit verschiedener Lampen zu bewerten.

 



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